CNN+ oder Minus wurde nach nur 28 Tagen gelöscht, was WarnerMedia 300 Millionen Dollar kostete
Die kolossale Fehlkalkulation von CNN, bekannt als CNN+, endet heute offiziell, wie erstmals von Digital Trends berichtet wurde. Das ist zwei Tage vor dem zuvor angekündigten „Pull-the-plug“-Datum und weniger als einen Monat nach dem Start.
Vielleicht markiert dies das inoffizielle Ende von COVID-19, wenn Streaming-Dienste nicht mehr auf eine heimatgebundene Bevölkerung zählen können, die außer Binge-Watching kaum etwas anderes zu tun hat – selbst wenn es nur darum geht, Anderson Cooper oder Sanjay Gupta ohne Krawatte zu sehen. Tage zuvor gab Netflix bekannt, dass es im ersten Quartal 200.000 Abonnenten verloren hatte, mit der Aussicht, bis Juni weitere 2 Millionen zu verlieren.
Erinnert sich jetzt noch jemand an Quibi?
Mindestens CNN+-Abonnenten, die auf etwa 150.000 geschätzt werden, erhalten anteilige Rückerstattungen. Der Deal of a Lifetime-Plan des Kabelnetzwerks, der Abonnenten mit einem 50-prozentigen Rabatt für 2,99 USD pro Monat anstelle der üblichen 5,99 USD lockte, sieht jetzt besonders schlecht durchdacht aus.
CNN+ wurde auch Opfer seines eigenen schlechten Timings, nicht nur mit dem Auftauchen von COVID, sondern auch bei der Planung dieses massiven Projekts, das von CNN-Präsident Jeff Zucker vor der Fusion von Discovery mit WarnerMedia konzipiert wurde. Zucker trat natürlich im Februar zurück, nachdem er eine unangemessene Beziehung am Arbeitsplatz zu einem leitenden Angestellten eingestanden hatte.
Chris Licht, Executive Producer von The Late Show with Stephen Colbert, sollte Zucker am 2. Mai ersetzen, fand sich jedoch am 21. April wieder, als er etwa 400 CNN+-Mitarbeitern mitteilte, dass ihr Auftritt bald enden würde, noch bevor er offiziell begann. (Ungefähr 350 werden entlassen.)
Offensichtlich hielt Discovery die grandiosen Erwartungen von WarnerMedia von 2 Millionen Abonnenten innerhalb eines Jahres von Anfang an für wohltätigerweise unrealistisch. Was hielt sie dann von WarnerMedias Plan, in den ersten vier Jahren 1 Milliarde Dollar für CNN+ auszugeben, wie von Axios berichtet ?
Das war CNN+, letztendlich ein 300-Millionen-Dollar-Verlierer. Jetzt ist dies wieder CNN, und es liegt an Licht, zu bestimmen, wohin es geht.